Sonntag, 18. Oktober 2026, 11.30 Uhr
Gartensaal des Heine-Hauses
Der Harz – wunderschön und zugleich voller brisanter Themen zwischen gestern und heute: Naturzerstörung, Ost und West. Eine Deutschlanderkundung in höchst unruhigen Zeiten.
Zweihundert Jahre nach Heinrich Heines Harzreise folgt Steffen Kopetzky dessen Route durch eine faszinierende deutsche Seelenlandschaft: Der Harz ist poetischer Märchenort und Brennpunkt der Klimakrise, offenbart historischen Reichtum, Strukturwandel und Armut, war geteilt zwischen Ost und West. Jener Streifen, der einst die Grenze war, ist heute als »Grünes Band« einer der erfreulichsten Krafträume der Natur. Kopetzky stößt auf Erinnerungsorte unseres Landes, von Hexentanzplätzen am mythenumwobenen Brocken bis zu legendären Abhörstationen.
Mit dem Echolot des geschichtsbewussten Autors und der Offenheit des Wanderers erkundet Kopetzky nicht nur das so unbekannte eigene Land, sondern auch jenes Lebensgefühl, für das der Harz seit Heines Zeiten steht: eines Sehnsuchtsortes der Freiheit und der seelischen Erneuerung. Ein überraschendes, lebendig erzähltes Reiseabenteuer – und eine Deutschlanderkundung der besonderen Art.
Steffen Kopetzky, geboren 1971, ist Autor von Romanen, Hörspielen und Reisereportagen. Sein Roman »Monschau« stand monatelang auf der Bestsellerliste, ebenso wie »Risiko«, der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Zuletzt erschien der Roman »Atom« (2025), über den Die Zeit schrieb: »Lesen macht Spaß. Er erzählt schmissig und doch präzise … Aktueller kann ein vermeintlich historischer Roman wirklich nicht sein.« 2024 wurde Steffen Kopetzky mit dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt geehrt. Er lebt in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm.
Bildnachweis: Buchcover und Foto Kopetzky © Marc Reimann