Sonntagsmatinée

Lesung mit Rainer Moritz: Die Farben von Paris

Ein Roman über Berthe Morisot

Sonntag, 22. November 2026, 11.30 Uhr
Gartensaal des Heine-Hauses

Rainer Moritz: © Köster

Rodney Rosenfeld, Kunsthistoriker an einer nordamerikanischen Universität, hat sich dem französischen Impressionismus verschrieben. Besonders fasziniert ihn Berthe Morisot. Ein Stipendium führt ihn nach Paris, wo er sich zunächst mit ihren Aquarellen beschäftigen will. Doch bald gerät er immer stärker in den Bann ihrer außergewöhnlichen Biographie.

Wer war diese Frau, die trotz der Skepsis ihrer Eltern an ihrer Berufung als Künstlerin festhielt? Die sich lange scheute, eine Ehe einzugehen, sich in ihren Kollegen Édouard Manet verliebte und schließlich dessen Bruder Eugène heiratete? Rainer Moritz erzählt einfühlsam von Berthe Morisots ungewöhnlichem Leben zwischen künstlerischer Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Gefühlen.

In seinem Roman lässt er Berthe Morisot selbst zu Wort kommen. Als sie 1895, Mitte fünfzig, den nahenden Tod spürt, erinnert sie sich noch einmal an die entscheidenden Zäsuren ihres Lebens – und fasst schließlich den Entschluss, ihr großes Geheimnis zu enthüllen.

Rainer Moritz, 1958 in Heilbronn geboren, ist Literaturkritiker, Autor und Leiter des Literaturhauses Hamburg. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter Romane, Erzählungen und literaturgeschichtliche Sachbücher. In Die Farben von Paris verbindet er kunsthistorische Recherche mit einer atmosphärischen Erzählung über Berthe Morisot und die Pariser Kunstwelt des 19. Jahrhunderts.

Bildnachweis
Rainer Moritz: © Köster

Cover: Verlag