Tagung

Tagung: Denkmalbewegt

Hamburgs Erinnerungsvermögen Salomon und Heinrich Heine in Hamburg

Tagungsflyer "Denkmalbewegt"
21. – 22. Oktober 2021 im Werner-Otto-Saal der Hamburger Kunsthalle Eine Tagung des Heine-Hauses Hamburg in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle Erinnerungsvermögen braucht Kulturguthaben. Doch Hamburgs Umgang mit Denkmälern gab seit jeher Anlass zur Verwunderung: Die Hansestadt postierte Hugo Lederers Riesen-Bismarck nach dessen Entlassung als anti-wilhelminischen Schutzpatron weithin sichtbar am Hafen. Aber den viel regimekritischeren Dichter Heinrich Heine desselben Bildhauers wollte man nicht in der Innenstadt sehen. Ebenso wenig wie den zugereisten Marmor-Heine der Kaiserin Elisabeth. Ganz zu schweigen vom Onkel Salomon Heine, dem großzügigen Helfer in der Brandkatastrophe von 1842. Dessen überfällige Würdigung durch ein Denkmal hat nie zur Debatte gestanden. Bis heute mangelt es also in Hamburg an gedächtnisprägenden Gestalten, die derart ‚ruhendes‘ Erinnerungsvermögen zu öffentlichem Bewusstsein bringen könnten. – Dieses nicht hinreichend wahrgenommene Kulturguthaben soll mit der Tagung des Heine-Hauses und der Kunsthalle Hamburg aufgewertet werden. Vortragende und ihre Themen Dr. Ernst Adolf Chantelau (Bremen) Vergangen und vergessen – Das ehemalige Heine-Denkmal „in dem blumenreichen Stadtpark vor den Toren Hamburgs“. Eine Chronik. Prof. Dr. Karl Clausberg (Hamburg) Hamburgs Heine-Zukunft — nächstliegend: 3D-Denkmal-Druck Dr. Dirk Hempel (Hamburg) Die literarische Gesellschaft Hamburg und ihr Engagement für ein Heine-Denkmal Prof. Dr. Udo Köster (Hamburg) Campe, Kerr, Lederer und ein bisschen Otto. Aktenmäßige Darstellung der Geschichte der Hamburger Heinedenkmäler Christian Liedtke (Düsseldorf) Rettungen, Auferstehungen, Metamorphosen. Heines Denkmalschicksale Michaela Lindinger MA, (Wien) „Dem Meister wird sein Standbild nun gesetzt (…)“ Wie Kaiserin Elisabeth mit Heinrich Heine Politik machte Jens Peter Munk (Kopenhagen) Louis Hasselriis 1844-1912 – Danish Expatriate in Rome and Sculptor of Illustrious Persons at Home and Abroad” Dr. Joachim Schnitter (Hamburg) ANGEMESSEN Wohin mit einem neuen Monument für Hamburgs alten Provokateur? Dr. Deborah Vietor-Engländer (Darmstadt) Ein kurzes Glück. Alfred Kerr und das Heine-Denkmal von Hugo Lederer 1926. Idee, Planung und Organisation: Dr. Beate Borowka-Clausberg Heine-Haus e.V. Elbchaussee 31 · 22765 Hamburg Fon 040-39 19 88 23 · Mail info@heine-haus-hamburg.de Veranstaltungsort Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 5 20095 Hamburg Fon 040-428 131 200 · Mail info@hamburger-kunsthalle.de