Sonntag, 28. Juni 2026, 16.00 Uhr
Gartensaal des Heine-Hauses
Volker Sielaff gilt als ein literarischer Solitär, der mit hoher Konzentration an seiner Poetik einer Wiederverzauberung der Welt arbeitet. Er hält sich abseits literarischer Moden und überrascht doch mit jedem Buch neu. »Wer nach so langer Zeit aus den Weiten der freien lyrischen Rede umkehrt zum End- und Binnenreim, hat Freiheiten genutzt, die unweigerlich zur Reife führen«, schrieb Michael Braun über Volker Sielaff.
Auch in seinem schon jetzt von der Kritik vielfach gelobten Band „Fragen an den Yeti“ brilliert Sielaff mit einem enormen Radius an Themen und einem breiten Spektrum von Gestimmtheiten. „Volker Sielaff ist in seinem neuen Band so sehtüchtig, farbsüchtig und normflüchtig wie noch nie“, schrieb die SZ. „Seine Verse sind nachdenklich, schlagfertig, stehts neugierig, oft komisch. Dieser Dichter ist eine feste Größe in der deutschen Literatur“, schrieb die „Morgenpost“.
Von Tibet über London spannt sich der geografische Bogen in diesem Buch bis zur Lausitz, wo Sielaff herkommt. Es geht um zerbeulte Turnbeutel der Schulzeit, eine unerreichbare Mitschülerin, den frühen Tod der Mutter, aber auch um London, die Beatles und Sylvia Plath. Am Ende des Buches steht eine Fortsetzung seines berühmten, von Sandra Hüller als Hörbuch eingelesenen Langgedichts „Mystische Aubergine“.
Volker Sielaff (*1966 in Großröhrsdorf / Oberlausitz) schreibt Prosa, Lyrik, Essays und Literaturkritiken. Er wurde vielfach ausgezeichnet (2007 Lessing-Förderpreis; 2015 Ehrengabe der Deutsche Schillerstiftung; 2023 London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds).
Moderiert wird die Lesung vom Hamburger Autor Mirko Bonné
Bildnachweis:
Volker Sielaff mit Mirko Bonné, Foto: Heine-Haus e.V.