Sonntag, 07. Apri 2024, 17.00 Uhr Residenzkonzert mit Daniel Arias (Cello) und Linda Leine (Klavier) in der Villa im Heine-Park (Plangesche Villa)
Der Cellist Daniel Arias (Heine | Mendelssohn-Residenz 2024) und Linda Leine (Klavier) spielen Werke von Robert Schumann, Felix Mendelssohn, Claude Debussy, Gaspar Cassado und Astor Piazzolla
Der in Venezuela geborene Cellist Daniel Arias wurde schon als Kind durch das El Sistema-Musikprogramm in Caracas gefördert. Bis 2011 war er dessen Teilnehmer und wurde von den renommierten Maestri Valmore Nieves, William Molina und Carlos Carreño unterrichtet. Seine weitere musikalische Ausbildung erhielt Daniel Arias an Institutionen wie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, der Musikhochschule Lübeck und dem Conservatoire Superieurde Musique et Danse de Paris. Am Conservatoire Aulnay Sous Bois in Frankreich schloss er sein Studium im Fach Violoncello mit Auszeichnung ab. In Hamburg studierte Daniel Arias ab 2019 bei Prof. Sebastian Klinger im Konzertexamen Solistendiplom. In allen drei Abschlussprüfungen erreichte er die Höchstpunktzahl; unter anderem spielte er eine herausragende Aufführung von Prokofjews Sinfonia Concertante mit den Hamburger Symphonikern. Spätestens dieser Auftritt markierte den Beginn seiner vielversprechenden Karriere. In den Jahren 2019/2020 war Daniel Arias Artist in Residence an der Maison Heinrich Heine in Paris. Ein Höhepunkt seiner Karriere war die Einladung zum Schleswig-Holstein Musik Festival, bei dem er mit Daniel Hope konzertierte. Dort folgten Wiedereinladungen; außerdem trat er mit dem Prager Rundfunk-Sinfonieorchester im Smetana-Saal in Prag sowie bei den Prager Festspielen unter Maestro Peter Chormcak auf. Weltweit tourte er mit dem Simón Bolívar Jugendorchester unter der Leitung von Gustavo Dudamel und begeisterte in Konzerten mit dem Kammerensemble Konsonanz Bremen in der Berliner Philharmonie, unterstützt von Edicson Ruiz am Kontrabass. Daniel Arias nahm an Meisterkursen bei Jean Queyras, Yo-Yo Ma, Phillipe Müller, Alisa Wellerstein, Artos Noras, Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas teil. Sein außergewöhnliches musikalisches Talent wurde bereits 2002 mit dem De Bruycker-Stiftungspreis gewürdigt. Daniel Arias spielt ein Cello von Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahr 1701.
Linda Leine wurde in Lettland geboren und ist dort aufgewachsen. Ihre musikalische Ausbildung begann sie an der Emīls-Dārziņš-Musikschule, setzte diese an der Lettische Musikakademie Jāzeps Vītols unter Ilze Treija fort sowie später bei Arnis Zandmanis. Für ihre weitere musikalische Ausbildung zog sie nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter Lilya Zilberstein und Burkhard Kehring studierte, gefolgt von einem Masterstudiengang im Fach Klaviersolo an der Musikhochschule Lübeck unter Konrad Elser. Ab Oktober 2015 vertiefte Leine sich gemeinsam mit ihrer Duo-Partnerin Daria Marshinina in das Klavierduospiel an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und schloss ihr Masterstudium und Konzertexamen mit hoher Auszeichnung ab. Leine ist Mitbegründerin des Trio Fabel, zusammen mit der Klarinettistin Anna Gāgane und dem Cellisten Kristaps Bergs. Das Trio ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit jungen Komponisten und die Aufführung ihrer Werke. Sie arbeitet eng mit der Sopranistin Pia Davila zusammen. Aus ihrer Kooperation entstand 2022 das Album Irgendwo auf der Welt.
Eintritt: 15 ,- Euro/ Mitglieder 10 Euro/ Stud 5 Euro
Bildnachweis: Linda Leine und Daniel Arias Foto: Janis Porietis
25. Januar bis 30. Juni 2024 Die Ausstellung ist an folgenden Sonntagen geöffnet: 21. April 12. Mai 26. Mai
jeweils von 11 bis 13 Uhr und einer Kuratorinnenführung um 11.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Weitere Termine können individuell verabredet werden. Eintritt 5 Euro, Studierende 3 Euro
Eingebunden – Heinrich Heine in neuen Gewändern. Buchobjekte von Helfried Hagenberg aus der Heine-Sammlung Meyersiek
Historische Verlagsausgaben Heinrich Heines werden in neuen, individuellen Einbänden des Bildhauers, Grafikdesigners und Hochschullehrers Helfried Hagenberg (1940-2022) präsentiert. Hagenberg hat hierfür Elemente klassischer Buchausstattung übernommen. Seine künstlerischen Einbände und Schuber markieren die Grenze vom Innenleben der Bücher zur Außenwelt und sind gleichzeitig ein Schutzelement. Diese schützende Trennung von Buch und Welt verwandelte Hagenberg in Kontaktzonen, die er mit seiner Formensprache von innen nach außen, von Damals ins Heute überführte. Auf die traditionelle Buchgestaltung des 19. Jahrhunderts, die blumigen Dekorationselemente ihrer Einbandkunst aus Papier, Leder, Goldprägung und Farbgebung antwortete er in der Sprache der Moderne: konstruktiv-geometrisch und mit stilistischen Kontrasten. Solche Gegensätze werden in der Ausstellung zum Dialog mit Heine genutzt. Die eigene abstrakte Formensprache erscheint mit bild- und farbsymbolischer Bedeutung aufgeladen. Auseinandersetzungen mit dem Werk des kritischen Literaten und mit Konflikten des damaligen Deutschlands hat Hagenberg in die aktuelle Buchgestaltung transformiert. Darin zeigt sich sein künstlerisch-interpretatorisches Können im Stil eines herausragenden Kommunikationsdesigners.
Im Rahmen der Ausstellung zeigen wir auch Buchobjekte der israelischen Künstlerin Nechama Levendel.
Bildnachweis Heine-Sammlung Meyersiek Gestaltung: Prof. Helfried Hagenberg Assistenz: Iris Grazikowske, Düsseldorf Buchbinderei Mergemeier GmbH, Düsseldorf